IHK-Wirtschaftsgespräch am 7. Juni

Schwerte verlässt Spitzenplatz bei der Kriminalität

© IHK zu Dortmund/Claudia Pejas
Rund 80 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung konnte Vollversammlungsmitglied Martin Kolöchter am 7. Juni zum traditionellen Wirtschaftschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund begrüßen. Er zeigte sich hocherfreut über die hohe Zahl der Anwesenden. Hiermit setze Schwerte in der IHK-Region neue Maßstabe. Kolöchter nutzte die Gelegenheit für die Vollversammlungswahl im Oktober und November zu werben. Für einen Sitz im Parlament der Wirtschaft würden sich aus Schwerte Tina Risse-Stock, Philip Halbach, Tim Hermes, Jörg Prüser, Jörg Quecke und er selbst bewerben. Untermauert wurde die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit für die Selbstverwaltung der Wirtschaft durch einen rund sechsminütigen Film.
Erstmals wurden in Schwerte fünf Unternehmen ausgezeichnet, die zum ersten Mal ausbilden. Aus den Händen von Kolöchter und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, erhielten GB Holding GmbH, Matthias Miekus, NOSTA-Transport GmbH, Schmolke & Schulte GmbH & Co. KG und TGEG Technischer Groß- & Einzelhandel Gaida e. K. eine Urkunde.
Im weiteren Verlauf des Wirtschaftsgesprächs berichtete IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiber von seinem Rollentausch mit Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der erstmals in seiner Amtszeit aus terminlichen Gründen ein Wirtschaftsgespräch versäumte.
Über die derzeitige Flüchtlingssituation berichtete der erste Beigeordnete der Stadt Schwerte Hans-Georg Winkler. Der Stadt Schwerte wurden im Jahr 2016 insgesamt 248 geflüchtete Menschen durch die Bezirksregierung Arnsberg zugewiesen, für den Kreis Unna insgesamt waren es 1.512 geflüchtete Menschen. Im 1. Quartal 2017 wurden der Stadt Schwerte 3 Personen zugewiesen, dem Kreis Unna insgesamt 416 Personen. Dadurch, dass weniger Flüchtlinge nach Schwerte kommen, werden auch einige Flüchtlingsunterkünfte nicht mehr benötigt. Mit Blick auf die Unternehmen in Schwerte kann gesagt werden, dass Zapp Systems sich für die Arbeitsmarktintegration interessiert. Von dort hatte eine Mitarbeiterin am IHK-Workshop zur betrieblichen Integration teilgenommen. Aktuell hat die Sparkasse Schwerte noch um Unterstützung gebeten. Sie suchen für zwei geflüchtete Schwestern, die zeitweise als Dolmetscherinnen in der Sparkasse aktiv waren, nach einem Ausbildungsplatz. Des Weiteren ist die Rohrmeisterei sehr aktiv. Sicherlich gibt es weitere Unternehmen, die hier aktiv sind, aber noch nicht auf die IHK zugekommen sind.
Über die Kriminalität im Kreis Unna berichtete Landrat Michael Makiolla. Sowohl im Kreis als auch in der Ruhrstadt sei sie im Jahr 2016 leicht zurückgegangen. Der Großteil der Delikte seien Diebstähle. Die Wirtschaftskriminalität spiele mit einem Prozent eine untergeordnete Rolle. Die Gewaltkriminalität sei zwar auch leicht rückläufig, sei aber immer noch zu hoch. Bei den Wohnungseinbrüchen habe Schwerte im Jahr 2015 einen traurigen ersten Platz im Kreis Unna belegt. Diesen habe sie im vergangenen Jahr an die Kreisstadt Unna abgegeben.
Über das Thema „Virtueller Einbruch, realer Schaden – Gefahren durch Cyberkriminalität“ referierte Karsten Kutwoski von der IHK-Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GfI). Cyber-Einbrüche sind ein wachsendes Problem und verursachen vielfach hohe Schäden bei den Betroffenen. So wie bei physischen Einbrüchen in Wohnungen oder Geschäftsräume geht es den Tätern meist um Geld. Dies wird jedoch vielfach nicht durch Diebstahl von Daten und deren Veräußerung verdient. Viele Daten haben für Angreifer gar keinen Wert und werden daher lediglich unleserlich gemacht, um für die Wiederherstellung Lösegeld zu verlangen. Risiken entstehen dabei häufig durch Nachlässigkeiten oder Missverständnisse. Diese lassen sich vermeiden, wenn entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. In dem Vortrag werden einige der beliebtesten Missverständnisse und Best-Practices zur Risikovermeidung dargestellt.
Zum Abschluss des Wirtschaftsgesprächs berichtete das Mitglied des Vorstands der Werbegemeinschaft Schwerte, Kim-Laura Breer, über die Aktivitäten dieser Einrichtung.
7. Juni 2017