8. Februar 2017

Startups aus Lünen und Schwerte reisen mit der IHK in die Niederlande

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin betont Bedeutung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Die Niederlande sind mit einem Handelsvolumen von über 55 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Das Land verfügt über eine ausgezeichnete digitale Infrastruktur, technologieaffine Konsumenten und hat eine lebendige Startup-Szene. Rund 127.000 Unternehmen werden dort jährlich gegründet. Grund genug für die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund und NRW.International, eine Startup-Reise ins niederländische Delft zu organisieren. Dort befindet sich eines der renommierten Gründerzentren Europas: Yes!Delft.
Vor Ort trafen 24 Startups aus Nordrhein-Westfalen (darunter auch zwei Unternehmen aus der IHK-Region) auf niederländische Jungunternehmer. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin betonte, wie wichtig grenzüberschreitende Kooperationen seien, und verwies auf erste Erfolge der neuen digitalen Strategie NRWs. „Die neue Struktur der sechs Digital Hubs in NRW hat sich bereits bezahlt gemacht – das Venture Capital hat sich von 2015 bis 2016 in NRW verdoppelt. In der gesamten Strategie ist es wichtig, drei K´s zu haben: Köpfe, Kapital und Kooperation.“
Dominik Stute, Referatsleiter Auslandsmarkterschließung bei der IHK zu Dortmund, begleitete die Startups nach Delft. „Uns ist wichtig, jungen Unternehmern von Beginn an die Chancen der Internationalisierung näherzubringen. Denn die vernetzte Welt bietet Startups einen unendlich großen Markt. Wir zeigen den jungen Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten auf und vernetzen sie mit den richtigen Leuten. Die Niederlande sind hierfür optimal und ein guter Ausgangspunkt für erste internationale Aktivitäten.“
b-interaktive aus Schwerte, Jamata aus Lünen
Auf die Plätze fertig los: Bei einer Vorstellungsrunde hatten die Unternehmer eine Minute Zeit, dem Minister ihr Startup zu präsentieren. Die Geschäftsideen reichten von veganen Potenzpillen über Anti-Katerpulver bis hin zu modischen Computergehäusen. Kai Eimen, Programmierer bei b-interaktive, ein Mobile-Games Entwickler aus Schwerte, war auch dabei. „Die lockere Atmosphäre der Reise hat mir gut gefallen. Man kommt mit jungen Leuten zusammen und redet nicht nur über das Geschäft, das finde ich ziemlich cool“, sagte Eimen. Stefan Gajewski, Gründer der Online-Event-Plattform Jamata aus Lünen, machte schon bei der Startup-Reise nach New York im Herbst 2016 mit, die ebenfalls von der IHK zu Dortmund organisiert wurde. „Startup-Reisen sind eine gute Gelegenheit, um Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Einige Kontakte helfen einem dann weiter und das Netzwerk erweitert sich“, sagte Gajewski.
Bei den moderierten Round-tables am Nachmittag konnten sich die NRW-Startups mit denen aus dem Nachbarland über Finanzierungsmöglichkeiten und die Suche nach Geschäftspartnern austauschen. Dabei stellte sich heraus, dass es in einem kleinen Land wie den Niederlanden weitaus einfacher ist, sich zu vernetzen und etablierte Unternehmen als Geschäftspartner zu gewinnen. Außerdem sollten trotz geografischer Nähe interkulturelle Unterschiede im Geschäftsleben nicht außer Acht gelassen werden.
Die nächste Startup-Reise der IHK ist schon geplant. Vom 28. November bis zum
2. Dezember 2017 geht es nach Helsinki. „Bei der Reise können die Startups nicht nur einen interessanten Standort kennenlernen, sondern besuchen mit der Slush Europas größte Startup-Konferenz, auf der die Teilnehmer Investoren und neue Kunden treffen können“, so IHK-Experte Dominik Stute. Stefan Gajewski von Jamata hat auch schon angekündigt, dass er dabei ist.

10. Februar 2017