Wirtschaftliches Potenzial Indiens

Make in India – Chancen im Zukunftsfeld Smart Cities

Mit seinem anhaltend starken Wirtschaftswachstum ist Indien nach wie vor ein interessanter Markt für die regionale Wirtschaft. Gerade vor dem Hintergrund des 2015 von der indischen Regierung gestarteten „100 Smart Cities“-Programms ergeben sich für Unternehmen viele erfolgversprechende Perspektiven auf dem mit 1,3 Milliarden Einwohnern sehr bevölkerungsreichen Subkontinent. Über die spannenden Entwicklungen und Zukunftsaussichten informierte die heutige Veranstaltung „Make in India – Chancen im Zukunftsfeld Smart Cities“ in der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, die gemeinsam mit der Stadt Dortmund und dem indischen Generalkonsulat ausgerichtet wurde.
Das indische Regierungsprogramm soll die rasant zunehmende Urbanisierung in nachhaltige Bahnen lenken. An zunächst rund 100 Orten in Indien sollen „intelligente“ Städte entweder völlig neu errichtet oder bestehende Städte effizienter und lebenswerter gestaltet werden. Hier liegt auch für die Unternehmen und Investoren aus der IHK-Region großes Potenzial. Ohnehin ist die Bedeutung des indischen Marktes stark gewachsen, wie der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter des Bereichs Internationales, Wulf-Christian Ehrich, betonte: „In den vergangenen 15 Jahren hat sich der Export aus Nordrhein-Westfalen nach Indien fast vervierfacht. Das Exportvolumen lag 2016 bei knapp zwei Milliarden Euro – und mehr als 100 indische Firmen haben ihren Sitz in unserem Bundesland.“ Neben Wulf-Christian Ehrich begrüßten auch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der indische Generalkonsul Raveesh Kumar die zahlreichen Teilnehmer der Veranstaltung.
Zu den indischen Firmen in NRW zählt die Albonair GmbH in Dortmund. Der Hersteller für Abgasnachbehandlungssysteme ist ein Unternehmen der Hinduja Gruppe. Albonair-Geschäftsführer Dr. Georg Hüthwohl berichtete über die Zusammenarbeit in Deutschland und Indien. Weitere interessante Praxiseinblicke gaben Uwe Werner vom Dortmunder Pumpenspezialisten WILO SE und Thomas Block von der REMONDIS Aqua International GmbH aus Lünen.
12. Mai 2017