Kaufleute für Büromanagement sind die Nummer 1

Kaufleute für Büromanagement sind die Nummer 1

Bei der Frage nach dem Berufswunsch sind sich viele Schülerinnen und Schüler aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna einig: „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ ist der beliebteste Ausbildungsberuf in der Region. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund verzeichnete Ende 2016 1081 Ausbildungsverhältnisse in diesem Bereich. Auf Plätzen zwei und drei folgen „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ (967) und „Verkäufer/in“ (857), danach kommen „Industriekaufmann/-frau“ (673) und „Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel“ (665). Insgesamt machten die Top 10 der Ausbildungsberufe mit 6.723 Verträgen weit mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse (12.268) aus.
Die IHK sieht diese starke Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe mit gemischten Gefühlen. „Natürlich verstehen wir, dass das Interesse für diese Berufe groß ist. Allerdings machen sich die Jugendlichen hier Konkurrenz, während andere Berufsbilder mit sehr guten Zukunftsperspektiven oft unbeachtet bleiben. In unserer Region gibt es rund 130 Ausbildungsberufe, die hervorragende Zukunftsperspektiven bieten“, betont Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer für berufliche Bildung.
Ifland empfiehlt den Jugendlichen über den Tellerrand hinaus zu schauen, denn dann böten sich gute Karrierechancen. „Es bringt nichts, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden, weil er gerade bei Freunden oder in den Medien angesagt ist.“ Der richtige Beruf sei der, wo ein junger Mensch seine Talente und Begabungen optimal entfalten könne.
Viele Berufe leiden auch unter ihrem schlechten Image: Blaumann, Schichtbetrieb und unregelmäßige Arbeitszeiten halten viele Jugendliche davon ab, sich mit den Inhalten der entsprechenden Berufsfelder zu befassen. Aber die Chancen auf eine Lehrstelle verbessern sich erheblich, wenn die Suche auf mehrere Berufsfelder ausgeweitet wird. „Dabei ändert so manch einer seine Meinung schnell, wenn er in den Berufen ein Praktikum gemacht hat“, sagt Ifland. „Wenn bei der Lehrstellensuche das ganze Spektrum der Ausbildungsberufe genutzt würde, könnten mehr Jugendliche ausgebildet werden. Immer wieder bleiben Ausbildungsplätze leider unbesetzt, weil Bewerber fehlen“, sagt Ifland. Er rät allen Ausbildungsplatzsuchenden, die Augen offen zu halten. Wichtig sei es, sich zu informieren und sich bei der Auswahl nicht selbst zu beschränken.
Wichtige Information zur Ausbildungsplatzsuche gibt es unter folgenden Adressen:
www.ihk-lehrstellenboerse.de
www.dortmund.ihk24.de/bildung/ausbildung/ausbildungsberatung
16. Februar 2017