Konjunktur im Westfälischen Ruhrgebiet in ausgezeichneter Verfassung
Die Wirtschaft im Westfälischen Ruhrgebiet mit den Städten Dortmund und Hamm sowie dem Kreis Unna befindet sich auch zu Jahresbeginn 2012 in einer ausgezeichneten Verfassung. Wie schon im zurückliegenden Jahr haben sich die Unternehmen von der nicht enden wollenden Diskussion um die Finanz- und Schuldenkrise bislang nicht beirren lassen und haben ihre Ziele scheinbar unbeschadet verfolgen können. Nachdem etliche Staaten und auch Banken auf die "Intensiv-Station" mussten, manchmal sogar eine "Notoperation" nötig wurde, ist es schon erstaunlich, wie souverän die regionale Wirtschaft diese sehr unsichere Phase überstanden hat.
Die Zahlen einer aktuellen Umfrage bei rund 190 Unternehmen aller Wirtschaftssektoren mit etwa 45.000 Beschäftigten im IHK-Bezrik sprechen eine deutliche Sprache. Ein hoher Anteil von 46 Prozent vergibt das Konjunkturprädikat "gut". Nahezu jedes zweite Unternehmen beurteilt die Lage als "befriedigend". Das breite Wachstum der letzten Jahre war offensichtlich kein "Strohfeuer", es dürfte vorerst anhalten.
Wachstumspfad wird schmaler
Es ist anzunehmen, dass die heimische Wirtschaft in 2012 nicht mehr so schnell wachsen wird wie noch im Vorjahr. Die ökonomischen Perspektiven sind mehr und mehr von Unsicherheiten belastet. Viele Unternehmen fragen sich, wie es weitergehen soll: Bankenkrise, ansteigende Staatsschulden, Euro-Währung, Achterbahnfahrt an den Börsen. Doch eine vorübergehend langsamere Gangart der Wirtschaft ist nach zwei hervorragenden Jahren keine Dramatik. Noch profitiert die Binnenwirtschaft von einer soliden Auftragslage.
IHK-Konjunkturbericht
in voller Länge
Ergebnisse bundesweite IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2012