IHK-Wirtschaftsgespräch am 3. Februar
Es gibt sie noch, die positiven Nachrichten: Das ist eine der
Botschaften, die die rund 70 Gäste aus Wirtschaft, Politik und
Verwaltung des Wirtschaftsgesprächs der IHK zu Dortmund am 3.
Februar mitnehmen konnten. „Insgesamt konnten wir im vergangenen
Jahr 157 neue Ausbildungsstellen hinzugewinnen”, erläuterte
IHK-Vollversammlungsmitglied Ulrich Halbach im Haus Villigst in
Schwerte und dankte den Unternehmen für ihr Ausbildungsengagement.
Dieses Plus von absolut 36 oder 29,8 Prozent sei der zweithöchste
Zuwachs im IHK-Bezirk.
Auch die Zahl der IHK zugehörigen Unternehmen in Schwerte ist im
vergangenen Jahr noch einmal gestiegen. „Insgesamt konnten wir 38
neue Unternehmen begrüßen”, sagte Halbach. „Besonders erfreulich
ist aus Sicht der IHK, dass hiervon 14 Unternehmen dem
produzierenden Gewerbe zugerechnet werden. Denn ohne industrielle
Basis werden wir auch künftig nicht auskommen.” Wie wichtig dieser
Bereich gerade für die Ruhrstadt sei, zeige nicht zuletzt die
niedrigste Arbeitslosenquote im gesamten IHK-Bezirk. Er gab zu
bedenken, dass dieses Jahr wohl schwierig werden könnte. Die
Unternehmen blicken nicht mehr ganz so zuversichtlich in die
Zukunft, wie noch im vergangenen Herbst. Das zeige die neueste
Konjunkturumfrage der IHK. IHK-Vollversammlungsmitglied Franz-Josef
Buschkamp führte durch die Veranstaltung. Er warnte angesichts der
wirtschaftlichen Aussichten aber vor einem übertriebenen
Pessimismus. Bürgermeister Heinrich Böckelühr präsentierte Schwerte
in seinem Vortrag „Gut aufgestellt in schwieriger Zeit”.
„Unser oberstes Ziel als Industrie- und Handelskammer zu
Dortmund ist der Erfolg der Unternehmen”, unterstrich Reinhard
Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. „Angesichts des
wirtschaftlichen Abschwungs ist es für die Unternehmen noch
wichtiger, zur richtigen Zeit die richtigen Informationen zu
erhalten.” Genau an dieser Stelle wolle die IHK mit ihrem
umfassenden Dienstleistungsangebot ansetzen und auf den erhöhten
Informationsbedarf der Unternehmen im IHK-Bezirk und in Schwerte
reagieren. Schulz verwies auf eine Veranstaltung, auf der die IHK
vor wenigen Tagen vor rund 250 Interessierten über
Finanzierungsinstrumente für kleine und mittlere Unternehmen
informierte.
„Die Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft in Schwerte ist
gesichert, soweit sie durch Sparkasse und Volksbank erfolgt.”
Ulrich Bartscher, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwerte, fand
klare Worte zur internationalen Finanzkrise und stellte das Konzept
seines Hauses als Antwort vor. So bleibe die Sparkasse Schwerte bei
ihrer Risikopolitik und bleibe für ihre Kunden berechenbar.
Außerdem gebe es keine Vorstandsanweisungen, in deren Folge es zu
einer Kreditklemme kommen könnte. Auch blieben die Risikobudgets
für das Kreditgeschäft unverändert.
Frank Haase, der neue Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren bei
der IHK zu Dortmund und im Hauptberuf Orga-Bezirksleiter
Maklerbetreuung bei Helvetia Versicherungen, stellte bei einem
seiner ersten Auftritte in seinem neuen Ehrenamt die
Wirtschafsjunioren vor, ein Netzwerk von mehr als 160 jungen
Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften aus allen
Bereichen der Wirtschaft in den Städten Dortmund, Hamm und dem
Kreis Unna. „Die Wirtschaftsjunioren sind eine
Trainingsorganisation”, erläuterte Haase. „Wir trainieren unsere
Führungsfähigkeiten, indem wir in Projekten Führungsverantwortung
übernehmen und uns gerade durch Fehler, die bei uns erlaubt sind,
weiterentwickeln.”
Fotos der
Veranstaltung