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PRESSEMELDUNG

Fröndenberg ist Spitzenreiter in Sachen Ausbildung (29.10.2009)

IHK-Wirtschaftsgespräch am 29. Oktober

Der Ausbildungsmarkt in Fröndenberg trotzt dem allgemeinen Trend: Bis zum 30. September wurden 39 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – eine Steigerung von 8,3 % gegenüber dem Vorjahr. „Damit ist Fröndenberg prozentual Spitzenreiter der Kommunen im Kreis Unna”, stellte Brigitte Henschen, Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, anlässlich des Wirtschaftsgesprächs stolz fest. Auf Einladung der IHK waren rund 70 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung am 29. Oktober in den Golf Club Gut Neuenhof nach Fröndenberg gekommen.

Trotz dieser positiven Zahlen muss die regionale Wirtschaft mit den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise leben. „Sie ist sowohl an der Wirtschaft in der Region als auch an der Stadt Fröndenberg nicht ohne Folgen vorbeigegangen”, stellte Henschen fest. Der Erhöhung der Kreisumlage folgte die Ankündigung des Kämmerers, dass die Stadt in die Haushaltssicherung müsse. „Die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Lohnsteuer brechen angesichts der Wirtschaftskrise ein und vergrößern damit noch das sich auftuende Haushaltsloch.” Bewegung sei in den Einzelhandel gekommen. Die schwierige Ansiedlung des Aldi-Marktes am Bruayplatz ist nunmehr verwirklicht. Erfreulich ist, dass das alte Aldi-Gebäude am Marktplatz einer schnellen neuen Nutzung zugeführt werden kann. Dem Vernehmen nach wird ein XXL-Schleckermarkt einziehen. „Damit wird der Einzelhandel in Fröndenberg auf eine breitere Basis gestellt”, betonte Henschen.

Der erst seit einer Woche amtierende Bürgermeister Fröndenbergs, Friedrich-Wilhelm Rebbe, ging auf die allgemeine wirtschaftliche Situation ein, erläuterte die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes Fröndenberg und zeichnete ein positives Stimmungsbild der gewerblichen Wirtschaft und des Einzelhandels.

Wie Schule und Wirtschaft gemeinsam etwas für eine bessere Bildung tun können, erläuterte Claus-Dieter Weibert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK. Er verwies darauf, dass es trotz Verbesserungen in den vergangenen Jahren nach wie vor vielen Schulabgängern an der notwendigen Ausbildungsreife sowie hinreichenden Einblicken in die Arbeits- und Berufswelt fehle. Bei der Problembewältigung können man, ohne Verantwortungen zu verwischen, die Schulen nicht allein lassen. Auch die Wirtschaft könne und müsse ihren Beitrag dazu leisten. Vom Angebot an Praktikumsplätzen über die Unterstützung von Projekten bis hin zu schriftlich fixierten Schulpartnerschaften stehe hierfür ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung. Weibert rief die Unternehmen dazu auf, dieses noch verstärkt zu nutzen. Besser auf den Übergang in Schule und Beruf vorbereitete Schulabgänger seien auch eine wichtige Voraussetzung, der aus demografischen Gründen drohenden Fachkräftelücke zu begegnen.

Hieran schloss inhaltlich der Vortrag von Dr. Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln an. Einem Fachkräftemangel könne man begegnen, indem man die schulische Bildung in MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – verbessere, den Hochschulzugang für technisch-gewerbliche Berufe erleichtere und so die Zahl der Studienabsolventen steigere.

Über die Entwicklung Fröndenbergs diskutierten anschließend Petra Otte, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Fröndenberg, Dieter Kreuziger, Geschäftsführer der DK Immobilien GmbH, Bürgermeister Rebbe und der stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Weibert. Ein Vortrag von Wolfgang Schumacher von der SAB innotec zum Thema Unternehmensnachfolge, über mögliche Hindernisse und deren Umgehung, rundete das IHK-Wirtschaftsgespräch ab.

DOKUMENT-NR. 17650

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