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Tourismus (Dokument-Nr.: 190)
PRESSEMELDUNG
Trübe Aussichten für Tourismus und Gastgewerbe – Preise bleiben stabil (28.12.2009)
Ergebnisse der IHK-Tourismusumfrage
Mit gedämpften Erwartungen sind die Hoteliers und Gastronomen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund in die Wintersaison 2009/2010 gestartet. Das zeigen die Ergebnisse der IHK-Tourismusumfrage. In der Gastronomie gehen nur 7,4 Prozent der befragten Unternehmen von einer positiven Entwicklung aus, dagegen 40,7 Prozent von einer ungünstigen. Nicht viel besser ist mit 20 zu 33,3 Prozent das Verhältnis im Beherbergungssektor.
Die gute Nachricht für Touristen und Verbraucher: Die Verkaufs- und Verzehrpreise bleiben unverändert. Damit rechnen 73,3 Prozent der Unternehmen im Bereich Beherbergung und sogar 80,8 Prozent der Gastronomen. Die Beschäftigtenzahl bleibt im Gastgewerbe weitgehend stabil, bei den Gastwirten rechnen immerhin 10,7 mit Neueinstellungen, aber 35,7 Prozent mit weniger Beschäftigten.
Die Reiseveranstalter blicken – entgegen dem allgemeinen Trend – optimistisch in die Zukunft. Mehr als 66 Prozent der befragten Unternehmen rechnen fest damit, dass sich ihre Geschäfte im Winterhalbjahr 2009/2010 günstiger entwickeln werden. Die Reisebüros bleiben auch für die anstehende Saison eher skeptisch. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen geht von einer ungünstigen Entwicklung aus. Die Verkaufspreise bleiben weitgehend konstant, bei einem Drittel der Reisebüros werde die Preise aber sinken. Was für die Verbraucher gut ist, wird sich möglicherweise negativ auf die Arbeitsplätze auswirken. Gegenüber dem Vorjahr sollen sowohl bei den Reisebüros als auch bei den -veranstaltern die Beschäftigtenzahlen sinken.
Auch der Blick zurück auf den Sommer 2009 zeigt ein durchwachsenes Bild: Das Gastgewerbe kann leider nicht an die Vorjahresergebnisse anschließen. Die Konjunktur- und Wirtschaftslage hat insbesondere bei den Hoteliers Spuren hinterlassen. Aktuell gaben 26,7 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihr Sommergeschäft schlecht war. Im Vorjahr waren es nur 6,7 Prozent. Offenbar wird in einer Wirtschaftskrise bei Dienstreisen und Übernachtungen gespart. Die Ausgaben der Kunden bei Geschäftsreisen sind im Vergleich zur Vorsaison deutlich zurückgegangen.
Nicht ganz so negativ äußert sich die Gastronomie über das Sommerhalbjahr 2009. Dennoch ist die Umsatz- und Ertragssituation im gesamten Gastgewerbe, also bei den Hoteliers und den Gastronomen, nach wie vor unbefriedigend und zeigt rückläufige Tendenzen auf. Die durchschnittliche Zimmerauslastung ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.
Bei den befragten Touristikunternehmen, also Reisebüros und Reiseveranstalter, hat sich die Geschäftslage gegenüber dem Vorjahr ebenfalls abgekühlt. Der konjunkturelle Abschwung zeigte sich insbesondere bei den Reiseveranstaltern. Hier bewerteten 66,7 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als „schlecht”. In der Sommersaison 2008 gab es offenbar keinen Grund zur Klage. Laut der aktuellen Umfrage sind bei den Touristikern die gebuchten Reisen ins Ausland stark rückläufig. Die Ausgaben bei Geschäftsreisen und für den Urlaub sind erheblich zurückgefahren worden.
Insgesamt 64 Unternehmen aus der Tourismusbranche des IHK-Bezirks haben an der Umfrage der IHK teilgenommen. Der Bericht zeigt die Entwicklungen der Sommersaison von Mai 2009 bis Oktober 2009 auf, und beschreibt Trends und Tendenzen für das Winterhalbjahr von November 2009 bis April 2010.

