13. Aktionstage Existenzgründung und
Unternehmenssicherung
Angehenden Gründern aus den Bereichen Handwerk, Industrie und
Handel möchten die „13. Aktionstage Existenzgründung”, die am 7.
Mai gemeinschaftlich von der Handwerkskammer (HWK) Dortmund und der
Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund eröffnet wurden,
auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Mut zur Selbstständigkeit
machen. „All denen, die planen, selbst ein Unternehmen zu führen –
oder bislang erst einmal nur mit dem Gedanken spielen – wollen wir
mit den 13. Aktionstagen zur Existenzgründung und
Unternehmenssicherung die richtige Anschubmotivation geben”,
betonte HWK-Präsident Otto Kentzler.
Die Handwerkskammer will angehenden Gründern aus dem
Kammerbezirk Dortmund, zu deren Einzugsgebiet neben den Städten
Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne auch die Kreise
Ennepe-Ruhr, Soest und Unna gehören, mit den Aktionstagen Mut zur
Selbstständigkeit machen. „Wer es momentan –wagt–, ein Unternehmen
zu gründen oder zu übernehmen, gehört sicherlich zur Kaste der
Mutigen”, so der Handwerkspräsident. Doch wer optimistisch auf
seine Stärken und Kompetenzen vertraue, werde auch diese
Herausforderung gut meistern. „Die Zeiten sind, genau besehen,
nicht so schlecht, wie man vielleicht denken mag. Jedenfalls nicht
im Handwerk. Wir haben schon ganz andere Durststrecken oder auch
Krisen überstanden”, sagte Kentzler optimistisch. Es lohne sich
auch jetzt, ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen: „Denn
gute Arbeit findet immer ihren Weg zum Markterfolg!”
Vor einer Ankurbelung der Spirale des negativen Denkens warnte
IHK-Präsident Udo Dolezych. Jetzt sei vielmehr auch Vertrauen in
die Gestaltungskraft und eine Belebung des Leistungsgedankens
gefragt. Es gelte, eine neue Lust auf Leistung zu wecken, Leistung
müsse in der öffentlichen Diskussion wieder einen prominenten Platz
einnehmen. Dieses würde auch zu mehr Existenzgründungen führen. Der
Bedarf im Westfälischen Ruhrgebiet an neuen, wachstumsstarken
Unternehmen sei ungebrochen. Gerade von ihnen werden zukunftsfähige
und wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen sowie neue
Arbeitsplätze erhofft. Der Trend, seine berufliche Zukunft in der
Selbstständigkeit zu suchen, sei nach wie vor ungebrochen. So
liebäugelten nach einer Emnid-Umfrage acht von zehn Deutschen mit
einer Existenzgründung. Es sei auch Aufgabe der IHK zu Dortmund,
diesen Trend zu stabilisieren. „Die Existenzgründertage leisten
hierzu einen entscheidenden Beitrag”, zeigte sich Dolezych
zuversichtlic
Zwei Tage dauert die Gemeinschaftsveranstaltung der Dortmunder
Kammern, die im Bildungszentrum der HWK an der Ardeystraße 93-95
stattfindet. Den Besuchern werden eine Vielzahl an Workshops und
Seminaren geboten, in denen verschiedene Aspekte der
Unternehmensgründung, -übernahme und -sicherung thematisiert
werden. Parallel zu den einzelnen Vorträgen stehen an den
Aktionstagen Berater der Startercenter NRW Westfälisches
Ruhrgebiet, der Kreditinstitute, der Finanzämter, der Agentur für
Arbeit und Job Center ARGE, der Deutschen Rentenversicherung
Westfalen, von Technologiezentren und G-Dur (Gründungen aus der
Wissenschaft in Dortmund und Region) für individuelle Gespräche zur
Verfügung.