IHK und Unternehmen empfingen russische
Delegation
Seit Jahren pflegt die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu
Dortmund gute Beziehungen zu ihrer Partnerorganisation in der
russischen Region Rostow: Beide IHKs sind seit 1992
partnerschaftlich verbunden, und 1997 wurde ein Kooperationsvertrag
geschlossen. Deshalb kamen auf Einladung der IHK zu Dortmund und
der WILO SE am 16. Dezember jetzt ranghohe Vertreter aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Harenberg City-Center
zusammen.
Bei der Begrüßung der russischen Gäste lobte IHK-Präsident Udo
Dolezych die guten Beziehungen und die gelebte Partnerschaft mit
der Rostower Region. Für NRW, aber gerade auch für das Westfälische
Ruhrgebiet sei das Rostower Gebiet mit seinen 4,4 Millionen
Einwohnern von großem Interesse. Das belege auch das Engagement
zahlreicher Unternehmen aus den Städten Dortmund, Hamm und dem
Kreis Unna. Rund 20 Unternehmen sind in der Region Rostow aktiv:
zum Beispiel Stromag, Klöpper-Therm und TRD-Reisen. TRD-Reisen
betrieb bereits Anfang der 1990er Jahre eine Busverbindung zwischen
Rostow und Dortmund. Die Geschäftsführerin Anja Fischer ließ es
sich daher nicht nehmen, persönlich die russischen Gäste zu
begrüßen.
Dolezych verwies auf die Delegationsreise „NRW goes to Russia”,
in deren Rahmen im September dieses Jahres 24 Unternehmer neben den
Standorten Moskau, St. Petersburg und Krasnodar auch Rostow besucht
hatten. Die Bewertungen durch die Teilnehmer hätten gezeigt, dass
insbesondere der Standort Rostow gute Wirtschaftspotenziale biete.
Die von der dortigen IHK gut organisierte Kooperationsbörse habe
viele Unternehmen miteinander in Kontakt gebracht. Dolezych
ermunterte die russischen Vertreter, auch in der IHK-Region zu
Dortmund tätig zu werden und russische Unternehmen auf die hiesigen
hervorragenden Investitionsbedingungen aufmerksam zu
machen.
Thomas Kubbe, Senior Vice President der WILO SE und
verantwortlich für den Vertrieb in Osteuropa, hob die Bedeutung des
russischen Marktes für das Unternehmen hervor: „Gerade im Bereich
der Gebäudetechnik, kommunalen Wasserversorgung und
Abwasserbeseitigung bestehen in Russland erhebliche
Energiesparmöglichkeiten bei Pumpen und Pumpensystemen. Daher
freuen wir uns, dass sich eine so hochkarätige Regierungs- und
Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Vize-Gouverneurs Sergey
Nazarov hier bei uns in Dortmund auch über den neuesten Stand der
Pumpentechnik für diesen Bereich informiert.” Die WILO SE ist in
Südrussland mit einer eigenen Niederlassung vor Ort. In der Region
Rostow/Südrussland sollen – unter anderem auch mit Blick auf die
Olympischen Winterspiele 2014 im dort gelegenen Sotschi – neben der
Erneuerung vorhandener Systeme zusätzliche Anlagen errichtet
werden.
Aber auch Wissenschaft und Forschung beider Regionen sind auf
einem guten Weg, künftig noch enger zusammenzuarbeiten: Prof. Dr.
Torsten Bertram von der Technischen Universität (TU) Dortmund
unterhält seit Jahren enge Beziehungen zur TU für das südliche
Russland. Sie hat ihren Sitz in der zweitgrößten Stadt des Rostower
Gebietes Novotscherkassk.