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PRESSEMELDUNG

IHK und HWK fordern mehr „Raum für Wirtschaft” (24.09.2009)

Weichenstellungen für Gewerbe, Industrie und Handel bis 2025

„Mobilität ist die Luft, die die Wirtschaft zum Atmen braucht”, betont Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. Und Klaus Yongden Tillmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, ergänzt: „Vor dem Hintergrund knapper Gewerbe- und Industrieflächen ist es notwendig, der Wirtschaft im doppelten Sinne mehr Raum zu geben und auch bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung Gehör zu finden.” Ein Beitrag dazu ist die jetzt vorgelegte Publikation „Raum für Wirtschaft” zum Landesentwicklungsplan (LEP) Nordrhein-Westfalen (NRW) 2025, indem sich IHK und HWK gemeinsam für Gewerbe, Industrie und Handel in der Wirtschaftsregion Westfälisches Ruhrgebiet mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna stark machen.

Konkret fordern IHK und HWK, das Straßen- und Schienenverkehrsnetz in der Region bedarfsgerecht auszubauen und zu erweitern. Dazu gehören verkehrspolitische Projekte wie der Rhein-Ruhr-Express, der B1-Tunnel und der sechsspurige Ausbau der A 44 und A 45, aber auch die Optimierung der Tagesrandzeiten des Dortmund Airport und die vollständige Anhebung aller Brücken im Westfälischen Ruhrgebiet. Als Basis für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie befürworten die beiden Kammern die Reaktivierung von Brachflächen. Auch die Nutzung bisheriger Freiflächen darf kein Tabu sein. „Da der LEP 2025 die strukturpolitischen Weichen in NRW für die nächsten 15 Jahre stellt, will und muss sich die heimische Wirtschaft mit dem eigenen Fachbeitrag in die öffentliche und politische Diskussion einmischen”, erläutert Schulz.

Von großer Bedeutung für das Westfälische Ruhrgebiet ist nach Ansicht von IHK und HWK darüber hinaus, die bestehende Hochschul- und Institutslandschaft als Motor des Strukturwandels weiter auszubauen und den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der vorliegende LEP: So hat Prof. Dr. Franz-J. Bade von der TU Dortmund die wirtschaftliche Entwicklung in NRW und seinen 16 Wirtschaftsregionen untersucht. Seine Analyse liegt dem gemeinsamen Positionspapier von IHKs und HWKs zugrunde. Der Fachbeitrag „Raum für Wirtschaft” wird von der Vereinigung der IHKs in NRW und dem Westdeutschen Handwerkskammertag als Positionspapier für das kommende Aufstellungsverfahren des LEP 2025 herausgegeben. Das mehr als 150 Seiten umfassende Werk wird zurzeit an die Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft verschickt. Der Fachbeitrag der Wirtschaft ist auf dieser Seite in der Rubrik "Downloads" abrufbar.


Hintergrund: Landesentwicklungsplan (LEP) NRW
Nordrhein-Westfalen ist mit Abstand das dichtest besiedelte Land in der Bundesrepublik Deutschland. Rund ein Fünftel seiner Fläche ist beplant, bebaut bzw. zum Teil versiegelt. Um den künftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen im mit 18 Millionen Einwohner zugleich bevölkerungsreichsten Bundesland Rechnung zu tragen und um die Planung künftiger Flächennutzung zu vereinfachen, will die NRW-Landesregierung den derzeit geltenden Landesentwicklungsplan von 1995 mit dem sogenannten Landesentwicklungsprogramm in dem neuen LEP 2025 zusammenführen.

DOKUMENT-NR. 17526

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