Bei den „13. Aktionstage Existenzgründung und
Unternehmenssicherung” zeichneten die Industrie- und Handelskammer
(IHK) zu Dortmund und die Handwerkskammer Dortmund je drei
besonders erfolgreiche Existenzgründer aus. Die Verleihung der
Gründerpreise, die von der HWK Dortmund vergeben wurden, nahm
Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann vor. Er zeichnete
folgende Unternehmer aus:
- Markus Jankowiak, Bedachungen Heidinger, Selm
Mit der Firma Bedachungen Heidinger hat Dachdeckermeister Markus
Jankwoiak vor drei Jahren einen Betrieb übernommen, bei dem er
seine kompletten Lehr- und Gesellenjahre durchlaufen hat. Jankowiak
arbeitet im Großraum Selm und hat sein Absatzgebiet im vergangenen
Jahr bis nach Greven ausgeweitet. Seine Ziele für die Zukunft sind:
die Betriebsgröße beizubehalten und für seine zehn Mitarbeiter
genügend Aufträge zu beschaffen.
- Orthopädischuhtechnik Alexander Steinicke, Dortmund
Der Orthopädieschuhmachermeister Alexander Steinicke hat seinen
Betrieb im Oktober 2006 in Dortmund neu gegründet. Sein Unternehmen
bietet nicht nur die klassischen Produkte eines
Orthopädieschuhmachers an, sondern versteht sich außerdem als
kompetenter Ansprechpartner bei der Vorbeugung von Beschwerden im
Bewegungsapparat. Steinicke will sein Unternehmen in Kürze
vergrößern und plant ein weiteres Ladenlokal für Einlagen und
medizinische Fußpflege zu eröffnen.Der Orthopädieschuhmachermeister
beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiter. Für August 2009 ist die
Einstellung eines Auszubildenden geplant. Mittelfristig sollen zwei
weitere Mitarbeiter eingestellt werden.
- Malerbetrieb und Gebäudeenergieberater Dirk Tobinski,
Bochum
Die Erfahrungen, die Maler- und Lackierermeister Dirk Tobinski
während seiner Zeit als angestellter Meister sammeln konnte, haben
ihm den Einstieg in die Selbstständigkeit vor drei Jahren
erleichtert. Vor der Gründung hat er eine Weiterbildungsmaßnahme
zum Betriebswirt des Handwerks bei der HWK Dortmund absolviert.
Eine Fortbildung zum Gebäudeenergieberater ermöglicht Tobinski
zusätzlich zu den klassischen Maler- und Lackiererarbeiten auch
Energiepässe auszustellen. Neben seiner Ehefrau arbeiten derzeit
acht Mitarbeiter im Betrieb – davon drei Auszubildende.
Für die IHK zu Dortmund ehrte Hauptgeschäftsführer Reinhard
Schulz folgende Jungunternehmer mit dem „Silbernen Merkurstab”:
- Jörg Hollerbach, Ortmann Spezialmaschinenbau, Hamm
Diplom-Ingenieur Jörg Hollerbach hat 2006 mit der Firma Ortmann
einen etablierten
und bereits seit 20 Jahren am Markt eingeführten Fachbetrieb
übernommen. Die vorhandene Ausstattung mit Spezialmaschinen fügte
sich passgenau in die Gründungsplanung ein. Ortmann ist ein
Nischenanbieter für den Bau und Vertrieb von Sondermaschinen, die
Spezialbearbeitung sowie Reparatur von Maschinen
geworden, der zusätzlich ingenieurtechnische Dienstleistungen
erbringt. Spezialaufträge vor allem aus der Stahlbe- sowie
Stahlverarbeitung, der Wind- sowie der Zementindustrie bilden heute
den Schwerpunkt. Im Unternehmen arbeiten 13 Personen, davon vier
Auszubildende. Zum 1. August 2009 werden zwei zusätzliche Azubis
neu eingestellt.
- Jens Wagener und Wolfgang Neuhaus, itemis AG, Lünen
Jens Wagener und Wolfgang Neuhaus haben im Jahr 2003 das Lüner
IT-Beratungshaus itemis gegründet. Es werden
Softwareentwicklungswerkzeuge und Dienstleistungen für
Unternehmensanwendungen und eingebettete Systeme angeboten. Die
modellbasierte Softwareentwicklung steckte damals noch in den
Kinderschuhen. Mittlerweile gehört itemis, die zwischenzeitlich in
eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, weltweit zu den
Technologieführern im Bereich der modellbasierten
Softwareentwicklung. Im Unternehmen arbeiten 140 Mitarbeiter.
- Christoph Knieper, Kletterhalle Bergwerk, Dortmund
Im Jahr 1999 entwickelte Christoph Knieper auf dem Gipfel des
Torre Trieste in den Dolomiten das Projekt Kletterhalle. Der
Standort sollte auf jeden Fall im Ruhrgebiet liegen und
geschichtsträchtigen Hintergrund haben. Die Wahl fiel auf die
ehemalige Gaskompressionshalle der Kokerei Hansa in
Dortmund-Huckarde. Nach sieben Jahren der Planungen und
Verhandlungen war es endlich soweit. Es entstanden auf 2.000
Quadratmetern Kletterflächen, die bis in 20 m Höhe reichen. Dächer
und Nischen, Verschneidungen und Pfeiler – so wie es der Fels in
der Natur bietet. Im März 2008 öffnete die Kletterhalle Bergwerk
ihre Pforten. Nach nur einem Jahr hat sie sich zu den beliebtesten
Kletterhallen in Deutschland entwickelt.