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PRESSEMELDUNG

IHK: Konjunkturtief noch nicht überwunden (07.10.2009)

„Die Wirtschaft im Westfälischen Ruhrgebiet hat die Rezession noch nicht ganz überwunden. Sie sieht aber allmählich wieder Licht am Ende des Tunnels.” Dieses Resümee zieht Udo Dolezych, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, aus der Konjunkturumfrage bei 228 Unternehmen mit mehr als 47.000 Beschäftigten in den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna. „Der Sog der globalen Weltwirtschaftskrise war zu stark, als dass sich unsere Unternehmen nur aus eigener Kraft schnell aus der Umklammerung hätten befreien können”, ergänzt Dolezych. „Die Konjunktur dürfte in diesem Herbst ihren Tiefpunkt erreicht haben.”

Die heimische Wirtschaft ist gerade wegen ihrer starken Internationalisierung und Spezialisierung im Investitionsgütersektor zurzeit noch vom Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland betroffen. Wegen der insgesamt schwierigen und unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage haben die Unternehmen in den zurückliegenden Monaten nochmals starke Einbrüche bei den Auftragsbeständen bzw. Umsätzen erleiden müssen. Deshalb hat sich die Geschäftssituation bei den Unternehmen gegenüber der Umfrage zu Jahresbeginn nochmals verschlechtert. Die guten Beurteilungen nahmen von 24 Prozent auf 20 Prozent ab, schlechte Noten erreichen jetzt einen Wert von 29 Prozent.

Die Unternehmen erwarten dennoch im Laufe der nächsten zwölf Monate eine Belebung ihrer Geschäfte. Es sind gut 21 Prozent der Befragten, die wieder etwas mehr Zuversicht schöpfen. Auf 24 Prozent deutlich verringert hat sich der Anteil derjenigen, die noch nicht so recht an einen nahen Aufschwung glauben. Für den von der Wirtschaftskrise stark betroffenen Außenhandel scheint das Schlimmste überwunden zu sein. Inzwischen ist sogar wieder eine leichte Belebung der Nachfrage aus dem Ausland auszumachen, wobei nicht alle Industriezweige die zaghaften Impulse aus dem Ausland spüren. Nahezu ein Viertel der befragten Unternehmen rechnet mit weiter steigenden Ausfuhren.

Auf dem Arbeitsmarkt wurden die Auswirkungen des konjunkturellen Einbruchs bisher wesentlich durch eine Verminderung der Arbeitszeiten gedämpft. Mit dem Instrument der Kurzarbeit konnten die Unternehmen ihre Stammbelegschaft größtenteils halten. Allerdings scheint die Sicherheit der Arbeitsplätze wohl nicht in allen Bereichen dauerhaft gewährleistet zu sein. Etwa 18 Prozent der Unternehmen wollen ihre Beschäftigtenplanungen in den nächsten Monaten überdenken. Lediglich 7 Prozent äußern die Absicht, ihr Personal aufzustocken.

DOKUMENT-NR. 17552

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