IHK und Wirtschaftsförderung Dortmund legen IT-Report
2009 vor
Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IT) hat
im Bezirk der IHK zu Dortmund sowohl bei der Zahl der Unternehmen
als auch der Beschäftigten 2008 noch einmal zugelegt. Dieses
erfreuliche Fazit konnten IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz
und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, Udo
Mager, bei der Vorlage des IT-Report am 2. März ziehen. Danach
hatten insgesamt 1.477 (Vorjahr 1.439) mit 15.598 Beschäftigten
(15.357) am 31. Dezember 2008 ihren Sitz in den Städten Dortmund,
Hamm und im Kreis Unna.
Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Großwetterlage bleibt
die IT-Branche auf klarem und stabilem Kurs. Die Mehrzahl der
IT-Unternehmen spüren derzeit keine nachhaltigen Auswirkungen des
wirtschaftlichen Abschwungs. Lediglich ein kleiner Teil der
Unternehmen berichtet über weniger Aufträge und Umsätze. Mehr als
80 % der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die
wirtschaftliche Lage 2009 in etwa gleich bleibt oder sich sogar
verbessert, skizziert Reinhard Schulz die künftige Entwicklung.
Auch bei den Beschäftigtenzahlen wird für die Zukunft nicht mit
einer negativen Entwicklung gerechnet. Mehr als 15 % der
Unternehmen wollen weitere „Jobs” schaffen. Rund 8 % gehen aber von
einem Stellenabbau aus.
IT ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte in Dortmund. Mit 800
(+ 20) Unternehmen und 12.700 (+200) sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten konnte in 2008 ein „Allzeithoch” erzielt werden.
Angesichts der aktuellen
Wirtschaftslage erwarten zwar 18,3 % eine Verschlechterung des
wirtschaftlichen Verlaufs für ihre Unternehmen. 81,7 % gehen jedoch
von der Beibehaltung des Status quo bzw. einer Verbesserung des
Betriebsergebnisses aus. „Die Stimmung in der IT-Branche ist gut.
Es freut mich, dass trotz der konjunkturellen Situation 22,9 %
sogar mit steigenden und nur 6,3 % der Unternehmen mit sinkenden
Beschäftigtenzahlen rechnen,” so Mager.
Hinter dem Spitzenreiter Dortmund folgt der Kreis Unna mit 490
Unternehmen (+ 1,9 %) und 2.200 Beschäftigten (+ 1,5 %) zum
Stichtag 31. Dezember 2008. Den höchsten prozentualen Anstieg an
IT-Unternehmen verzeichnete aber die Stadt Hamm. Dort ist die Zahl
innerhalb des Jahres 2008 um 5,1 % auf 187 Unternehmen mit fast 700
Beschäftigten gestiegen.
Eine getrennte Erhebung der IHK zeigt, dass die Unternehmen noch
weiteren Bedarf an Fachkräften haben. Schulz: „Wir werden alles
dafür tun, um junge Menschen für die Studiengänge der IT-Wirtschaft
wieder stärker zu interessieren. Mit drei Hochschuleinrichtungen
bietet der Standort hierfür gute Voraussetzungen. Neben der
Hochschulausbildung sind aber die vier IT-Ausbildungsberufe für die
Unternehmen ebenso interessant.”
Standbeine der IT-Branche im IHK-Bezirk sind die Bereiche
Dienstleistungen, Projektbetreuung und Beratung. Die wenigsten
verdienen ihr Geld mit der Herstellung von Hardwarekomponenten.
Außerhalb der Region erwirtschaften 40 % der Unternehmen mehr als
die Hälfte ihres Umsatzes. Die meisten Kunden sind aber innerhalb
Deutschlands ansässig und zum überwiegenden Teil Versicherungen,
Unternehmen des Maschinen- und Anlagebaus, Ministerien sowie große
Institutionen. Nur knapp jedes fünfte Unternehmen erwirtschaftet
nennenswerte Umsätze im europäischen Ausland.