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PRESSEMELDUNG

Wirtschaft der Region braucht einen funktionsfähigen Flughafen (25.11.2009)

IHK-Veranstaltung „Luftverkehr im Ruhrgebiet”

„Die Wirtschaft der Region braucht und will einen funktionsfähigen Flughafen ohne Wenn und Aber.” Deutliche Worte fand Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, vor rund 160 Gästen im Großen Saal der IHK. Sie waren auf Einladung des Initiativkreises Ruhrgebiet und der IHKs im Ruhrgebiet gekommen, um sich zum Thema „Luftverkehr im Ruhrgebiet – Wachstumsfaktor oder Engpassfaktor?” zu informieren. „Wer den Flughafen nicht fördert, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die wirtschaftliche Weiterentwicklung der gesamten Region”, darin waren sich Schulz und Peter Lampe, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr, einig.

Munition für diese Argumentation lieferten sowohl der Fachvortrag von Prof. Dr. Richard Klophaus, Fachhochschule Worms, über die „Entwicklung des Luftverkehrs und mögliche Folgen für das Ruhrgebiet”, als auch der von Dirk Albrecht, Roland Berger Strategy Consultants, über das „Marktumfeld im Luftverkehr und Standortentwicklungen im internationalen Vergleich”. Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich alle Experten – darunter auch Vertreter der Fluggesellschaften Air Berlin und Germanwings sowie der Flughäfen Essen-Mülheim und Düsseldorf – einig, dass der Flugverkehr und dessen Bedeutung für das Ruhrgebiet wachsen werde.

Schulz betonte, dass es nicht nur um den Luftverkehr im, sondern auch für das Ruhrgebiet gehe. In der Diskussion zeichnete sich die Tendenz einer Art Arbeitsteilung ab. Der westliche Teil des Ruhrgebietes wird von Düsseldorf und Essen-Mülheim versorgt, der östliche von Dortmund. „Dass wir das können, haben wir im guten Jahr 2008 bewiesen”, unterstrich Markus Bunk, Geschäftsführer des Dortmund Airport. Er wiederholte daher seine Forderung nach einer Verlängerung der Startbahn um 300 Meter und der Landezeit um eine Stunde auf 23:00 Uhr.

Günter Kozlowski, Staatssekretär im Ministerium für Bauen und Wohnen des Landes NRW, sieht einen Nachholbedarf bei der Ausgestaltung der Flughafenlandschaft in NRW und insbesondere im Ruhrgebiet. Er forderte die Kommunen auf, eindeutige Signale zu geben: „Bevor man etwas genehmigen kann, muss erstmal ein Antrag gestellt werden.” Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau sagte, die Mehrheiten für ein Planfeststellungsverfahren im Rat der Stadt Dortmund seien im Moment noch nicht sicher. IHK-Geschäftsführer Stefan Schreiber mahnte in diesem Zusammenhang eine industrie- und unternehmerfreundlichere Kultur bei zukunftsträchtigen Planfeststellungsverfahren an.

Foto von den Akteuren der Veranstaltung

DOKUMENT-NR. 17779

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