IHK fordert Erleichterungen
Trotz aller Unkenrufe bleibt Deutschland 2008 zum sechsten Mal
in Folge Exportweltmeister. Damit dieses wichtige Standbein der
Wirtschaft auch in der Region der IHK zu Dortmund nicht wegbricht,
fordert die IHK weitere Erleichterungen für exportierende
Unternehmen. Sie schlägt vor, den Zinssatz zur staatlichen
Exportkreditfinanzierung deutlich zu senken. Bisher müssen
Unternehmen zur Sicherung ihrer Auslandsgeschäfte bei Kunden mit
normaler Bonität einen Zinssatz zwischen drei und sechs Prozent des
Warenwertes zahlen. Eine deutliche Absenkung unter ein Prozent wäre
der richtige Weg. Gleichzeitig müsste das Verfahren einfacher und
unbürokratischer gestaltet werden. Dies habe man auch bei einer
EU-Veranstaltung in der IHK den Landesministern Christa Thoben und
Andreas Krautscheid sowie bei einem Treffen mit
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos deutlich gemacht.
Die IHK ist zuversichtlich, dass mit dieser Maßnahme die
Risikobereitschaft der Exportwirtschaft deutlich erhöht werden
könnte. Die vom Bund oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu
übernehmende Differenz wirke schneller und nachhaltiger, als so
manche im Konjunkturpaket II verabschiedete Maßnahme.
Ein Blick nach Asien zeigt: China hat Ende 2008 die Absicherung
der Exportwaren ihrer Unternehmen auf einen Eigenanteil von 0.5
Prozent gesenkt.
Damit die Exportquote, die erfreulicherweise vom Jahr 2000 mit
29,6 % im Jahr 2007 auf 39,5 % gestiegen ist, gehalten werden kann
oder gar weiter steigt, ist eine Unterstützung sinnvoll.