Springer-Chef Dr. Döpfner zu Gast in der
IHK
Eine Lanze für den Qualitätsjournalismus brach Dr. Mathias
Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, bei der von
der IHK zu Dortmund veranstalteten Vortrags- und Diskussionsreihe
„Top-Manager stehen Rede und Antwort” am 2. April. Döpfner war der
84. Top-Manager, der sich in dieser erfolgreichen
Veranstaltungsreihe, die von IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard
Schulz geleitet wurde, in Dortmund präsentierte.
Wörtlich sagte Döpfner: „Unser Kerngeschäft ist nicht das
Bedrucken von Papier, sondern exzellenter Journalismus. Ob in
Print, Bewegtbild oder Online. Wir müssen deshalb selbstbewusst das
Primat des Inhalts behaupten. Der Inhalt ist wichtiger als das
Transport-Medium. Der Geist bestimmt die Materie – und nicht
umgekehrt.” Döpfner sieht die Medienbranche in einem rasanten
Umbruch. Er erwartet für die Axel Springer AG, dass spätestens in
zehn Jahren die Hälfte des Umsatzes und Gewinns aus dem digitalen
Geschäft kommen. „Schon heute erwirtschaften bei uns sieben
Online-Assets eine Umsatzrendite von über 20 %. Damit ist Internet
für uns keine vage Zukunftshoffnung, sondern reales
Gegenwartsgeschäft.”
Bei der Begrüßung von Dr. Döpfner ging Schulz auf dessen
beruflichen Werdegang ein. Nach mehreren Stationen als
Chefredakteur bei unterschiedlichen Zeitungen wurde er im Oktober
2000 in den Vorstand der Axel Springer AG berufen. Schon zwei Jahre
später im Alter von 39 Jahren wurde er Vorstandsvorsitzender.
Schulz zeigte sich erfreut darüber, dass der IHK-Bezirk über eine
intakte Medienlandschaft verfüge. Fünf unabhängige Zeitungstitel,
drei private Radiosender und das größte Landesstudio des WDR
versorgen die hier lebenden 1,2 Mio. Menschen täglich mit Neuem und
Wissenswertem.