Wie Logistik Effizienz produzieren kann und welche Chancen das für den Mittelstand mit sich bringt, erfuhren mehr als 140 Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) am 1. Februar 2011 im Internationalen Begegnungszentrum der TU Dortmund. Mit dem gemeinsamen Informationsabend boten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Nordrhein-Westfalen und die Fraunhofer-Gesellschaft Einblicke in die angewandte Logistikforschung und Praxis bei Branchenführern. Wie intelligent vernetzte Logistik gerade den Mittelstand wettbewerbsfähig machen kann und Vorsprung sichert, welche Vorteile dabei die Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft bietet, zeigten Praxisbeispiele in Experten-Vorträgen. Moderiert wurde der Abend von Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführer EffzienzCluster Management GmbH.
Dass die Veranstaltung bei den Unternehmen auf ein so großes Interesse stieß, konnten die Ausrichter als Beleg für die Aktualität des Themas werten. In seiner Begrüßung hob Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, die Bedeutung der Logistik als Wettbewerbs- und Standortfaktor hervor: „Es ist die Logistik, die über den Verkaufserfolg mitentscheidet.“ Das Westfälische Ruhrgebiet gehöre zu den führenden Logistikstandorten, die Zahl der direkt Beschäftigten sei hier seit 2003 um 30 Prozent gestiegen, in Nordrhein-Westfalen insgesamt um 9 Prozent. „Die Rahmenbedingungen bei uns stimmen.“
Nach Einführungsvorträgen vom Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Ulrich Buller, und dem geschäftsführenden Leiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, Prof. Dr. Michael ten Hompel, eröffnete Prof. Dr. Jakob Rehof, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST, die hochrangige Vortragsreihe mit dem Thema „LogisticsMall: Mit Cloud Computing zu flexibler Logistik-IT“. Dieses virtuelle „Software-Kaufhaus“ für Logistikanwendungen bietet gerade KMUs die Möglichkeit, stets die aktuellsten Software-Lösungen zu nutzen, ohne selbst große Investitionen tätigen zu müssen.
Prof. Dr. Uwe Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer IML, stellte danach die gemeinsam mit Unternehmen umgesetzten Schritte zu einer umweltverträglichen Logistik mit „Green Logistics: Carbon Footprint“ vor. Markus Bangen, Generalbevollmächtigter Dortmunder Hafen AG und Mitglied des Vorstands Duisburger Hafen AG, zeigte in seinem Vortrag umweltfreundliche Transportalternativen gerade für klein- und mittelständische Unternehmen auf. Dr. Martin Neese, Managing Director der Contargo GmbH & Co. KG, erläuterte abschließend die „Dynamische Planung intermodaler Verkehre“.
2. Februar 2011