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PRESSE

Editorial

Jetzt hilft Mut!

Aufgrund der durch die Finanzmarktkrise verursachten Rezession sind die Unternehmen mehr denn je gefordert, innovative, verbesserte Produkte und Dienstleistungen für den Heimat- und Exportmarkt zu entwickeln. Der Wettbewerb nimmt zu, weil jeder schnell aus der Krise heraus möchte. Die Folge ist ein wachsender Preis- und Kostendruck. Die Unternehmen müssen die Rezession und die sich immer schneller verändernden Marktbedingungen deshalb als Chance ergreifen.

Jetzt hilft Mut! Mut, den die deutsche Wirtschaft in der Vergangenheit oft genug unter Beweis gestellt hat. Mut, etwas Neues zu entwickeln, um das Bewährte zu erhalten und in die Zukunft mitzunehmen.

Damit in unserer Region die Ideen schneller und effizienter mit Hilfe von Experten aus Hochschulen, Instituten oder Beratern in zukunftsfähige Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden können, wurde das Dickicht der über 30 Transferstellen in der Initiative „Der Innovationsstandort” gebündelt. Hier können Sie Ihr Anliegen oder Ihre Ideen vorbringen und werden innerhalb von 24 Stunden mit „Ihrem Fachmann” in Verbindung gebracht. Lesen Sie dazu auch im Bereich Service den Beitrag "Der Innovationsstandort" .

Aber auch das Überprüfen von Kostenstrukturen und verkrusteten Betriebsabläufen, neue Marketingkampagnen oder Produktionsverfahren bergen Potentiale. Die vielen kleinen Verbesserungen durch kreative Mitarbeiter bringen ebenfalls Beachtliches hervor.

Eine preiswerte Steilvorlage für zusätzliche Möglichkeiten liefert auch ein Blick in die eigene Kundenstruktur. Wenn man sich in der Vergangenheit vielleicht zu sehr auf einige wenige Großkunden konzentriert hat, kann man jetzt seine Strategie überdenken und zusätzlich den Bedarf bei kleineren Kunden akquirieren.

Antizyklisch zu investieren, das steht in jedem Betriebswirtschaftslehrbuch. Jetzt müssen Unternehmen bei rückläufigen Umsatzzahlen und Geschäftsergebnissen hierfür auch den Mut aufbringen. Gesagt ist das leicht und selbstverständlich soll auch niemand zum „kaufmännischen Harakiri” verführt werden. Aber es lohnt, sich umzusehen. Gute Fachleute für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind im Augenblick einfacher zu finden als in Boom-Zeiten. Grundstücke, Hallenflächen, Betriebsmittel, Maschinen oder benötigte Dienstleistungen sind oft preiswerter.

Es nutzt, auch einmal über „den Tellerrand” zu schauen. Wo sind neue Auslandsmärkte? Man muss sich nicht mit Umsatzrückgang oder Stagnation abfinden. Wenn es im Inland nicht so läuft, dann vielleicht woanders. Nutzen Sie die Länder-Informationsangebote Ihrer IHK oder nehmen Sie doch einmal an einer der Unternehmerreisen, z. B. nach Russland (30. August bis 6. September) oder Südamerika (23. September bis 1. Oktober) teil. Der Hinweis, dass unsere Unternehmen zu exportabhängig seien, nützt gar nichts. Wachstum brauchen wir. Und eine Wende zum Besseren kann auch durch die Stärke des Exports erreicht werden.

Die Konjunkturhilfen der Bundesregierung – insbesondere Konjunkturpaket II – stellen für die Innovationen insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen 1,4 Mrd. Euro bereit. Hier werden beispielsweise neue Mobilitäts- und Verkehrstechnologien, effiziente Antriebssysteme, innovative Energieversorgung sowie neue Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert. Ebenso sind die Regelungen der Kurzarbeit
Maßnahmen, die vielen Unternehmen weiterhelfen können. Die größten Möglichkeiten eigenen Unternehmen und seinen Mitarbeitern. Und: „Marktanteile” werden in schlechten Zeiten gewonnen, weniger in guten.

Bitte nutzen Sie die umfangreiche Leistungspalette Ihrer IHK. Wir werden Sie bei all Ihren Vorhaben nach Kräften unterstützen!

Viel Erfolg wünschen Ihnen

Ihre

Udo Dolezych, IHK-Präsident
Reinhard Schulz, IHK-Hauptgeschäftsführer

DOKUMENT-NR. 17218

IHK zu Dortmund

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