Dienstleistungsreport 2011 erschienen
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ergebnisse des Dienstleistungsreports zum Jahresbeginn 2011 veröffentlicht. Grundlage der Analyse ist die Auswertung der Konjunkturumfrage von allen Industrie- und Handelskammern.
Die wesentlichen Ergebnisse des DIHK-Dienstleistungsreports 2011
Geschäftslage
Aufschwung auf breiter Front Die Dienstleistungskonjunktur macht zum Jahresbeginn 2011 nochmals einen großen Satz nach vorne. Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftssituation so gut wie seit vier Jahren nicht mehr. Der Geschäftslagesaldo erreicht wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise. Zu den insgesamt kräftigen Exportimpulsen, von denen insbesondere Industrienahe Dienstleister profitieren (Lagesaldo: 39 Prozentpunkte; Herbst 2010: 32 Punkte), gesellt sich eine deutlich gestiegene binnenwirtschaftliche Nachfrage. Ein Indiz dafür ist die verbesserte Laune der überwiegend personenbezogenen Serviceanbieter, die ihre Lageeinschätzung merklich anheben.
Erwartungen
Optimismus wie einst 2007 Der Aufschwung der Dienstleistungskonjunktur ist robust. Die Dienstleister vermelden eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftsperspektiven. Es ist die fünfte Verbesserung der Geschäftsaussichten in Folge, das spricht für eine neuerliche Erhöhung der Schlagzahl des Servicesektors. Das Vertrauen in die Erholung zeigt sich auch in den zuletzt gestiegenen Investitions- und Beschäftigungsplänen der Unternehmen.
Investitionen
Positiver Trend hält an Die Dienstleistungsunternehmen erhöhen auch zu Jahresbeginn 2011 ihre Investitionsbudgets weiter. Der aktuelle Investitionssaldo von 15 Prozentpunkten bleibt knapp hinter dem der Gesamtwirtschaft mit 17 Prozentpunkten. Zu Jahresbeginn 2010 planen 29 Prozent der Dienstleistungsunternehmen höhere Investitionen - gegenüber der Vorumfrage ist das noch einmal ein Prozentpunkt mehr. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Serviceanbieter, die einen rückläufigen Kapitaleinsatz beabsichtigen, um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent.
Beschäftigung
Dienstleister stellen ein Die Beschäftigungsabsichten der Serviceunternehmen verbessern sich gegenüber der Vorumfrage erneut spürbar. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen steigen zum dritten Mal in Folge merklich, und zwar auf einen Saldo von aktuell zwölf Prozentpunkten. Zunehmender Fachkräftemangel macht die Besetzung freier Stellen in einigen Dienstleistungsbranchen jedoch schwierig.