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INNOVATION UND UMWELT

DIHK-Innovationsreport 2012

Grundlage des DIHK-Innovationsreports 2012 ist eine Befragung der achtzig deutschen Industrie- und Handelskammern bei Unternehmen, die forschungsintensiv sind bzw. regelmäßig Innovationen hervorbringen. Rund 1.000 deutsche Unternehmen haben im Oktober und November 2012 teilgenommen.

Tenor der Auswertung: Die deutschen Unternehmen arbeiten trotz Konjunkturdämpfer hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit und halten ihre Innovationsanstrengungen auf hohem Niveau. Die Innovationsanstrengungen hierzulande waren und bleiben somit ein wichtiger Stützpfeiler für den weltweiten Erfolg deutscher Produkte und Dienstleistungen. Die Politik sollte dennoch weitere Anstrengungen unternehmen, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft zu schaffen. Der Report nennt konkrete Politikempfehlungen zur Fokussierung der FuE-Förderung, zur Innovationsfinanzierung, zur Steigerung der Akzeptanz von Technologie und Innovation sowie zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Unternehmensbefragung im Überblick:

Innovationsdynamik flaut etwas ab – bleibt aber auf hohem Niveau:
48 Prozent der innovationsaktiven Betriebe in Deutschland wollen trotz Euro-Schuldenkrise und abflauender Konjunktur ihre Innovationsanstrengungen im nächsten Jahr ausbauen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Dynamik jedoch etwas geringer. 2011 hatten noch knapp 51 Prozent der Unternehmen mit ausgeweiteten Innovationsbudgets geplant, 2010 waren dies sogar noch 60 Prozent. 

Hightech-Strategie der Bundesregierung ist kaum bekannt:
Die aktuelle Hightech-Strategie (HTS) 2020 der Bundesregierung mit ihren zehn Zukunftsprojekten ist bei innovativen deutschen Unternehmen zu unbekannt: Lediglich zehn Prozent der Unternehmen kennen die Strategie, 29 Prozent kennen Teile davon. Angesichts der Tatsache, dass die HTS die Mitwirkung der Wirtschaft ausdrücklich einschließt bzw. voraussetzt, besteht hier auf Seiten der Politik erheblicher Nachholbedarf in Sachen Kommunikation.

Lage bei Innovationsfinanzierung bleibt schwierig:
Im Vergleich zum Vorjahr berichten nur noch sieben Prozent aller Unternehmen von verbesserten,
62 Prozent von gleichbleibenden und 32 Prozent von Verschlechterungen bei externen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Innovationsprojekte. Dabei geben 18 Prozent aller Betriebe an, keine externe Finanzierung für ihre Innovationsprojekte erhalten zu können. Dies bedeutet in der Rückschau seit 2010 eine schleichende Verschlechterung der Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationsprojekte. Die angespannte Finanzierungssituation trifft KMU noch härter als größere Unternehmen und verdeutlicht die Bedeutung einer soliden Eigenkapitalausstattung – 57 Prozent der Betriebe finanzieren ihre Innovationsprojekte demnach überwiegend aus dem Eigenkapital.

Kooperationen mit Hochschulen aus Sicht der Wirtschaft eine Baustelle:
69 Prozent aller Unternehmen, die über Erfahrungen im Bereich der Hochschulkooperation verfügen, wünschen sich hier Verbesserungen. Aus Sicht vieler Unternehmen mangelt es an Transparenz, welche Forschungseinrichtung auf welchen Gebieten aktiv ist und insbesondere welche Kooperationsangebote seitens der Hochschulen bestehen. Mehr als 36 Prozent der Unternehmen wünschen sich darüber hinaus eine höhere Kooperationsbereitschaft der Wissenschaftler. Universitäten haben Defizite beim Technologietransfer, insbesondere wenn es um die Zusammenarbeit mit KMU geht.

Projektförderung bleibt von enormer Bedeutung:
34 Prozent der Unternehmen sehen den einfachen Zugang zur Projektförderung als Priorität für den Innovationsstandort Deutschland. Als „best practice“ gilt dabei nach wie vor das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) des BMWi. Es hat mittlerweile einen sehr großen Bekanntheitsgrad bei den Betrieben und eine hohe Breitenwirkung – vor kurzem erhielt das 10.000ste Unternehmen eine Förderzusage.

DOKUMENT-NR. 16309

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