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IT-Report 2012
(PDF, 169 KB) (Dokument-Nr.: 75946)
Rechtzeitig zur CeBIT, der weltweit größten IT-Messe, präsentieren die Wirtschaftsförderung Dortmund und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund den
IT-Report
. Auf der CeBIT in Hannover sind 22 Unternehmen und Institutionen aus der IHK-Region vertreten. Ein starker Auftritt. „Innerhalb der letzten acht Jahre, seit dem der IT-Report erstellt wird, erreicht die Zahl der IT-Unternehmen in Dortmund, Hamm sowie dem Kreis Unna im Ende 2011 mit 1.544 den Höchststand“, zeigen sich Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, und IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz zufrieden. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der IT-Branche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 422 auf 15.727 Mitarbeiter an.
IT-Standorte im IHK-Bezirk Dortmund: mehr Unternehmen, mehr Beschäftigte
Allein in Dortmund beschäftigen derzeit 845 Unternehmen insgesamt 12.631 Beschäftigte. „Dortmund ist Heimat zahlreicher Unternehmen, die vielfältige IT-Dienstleistungen anbieten – wie zum Beispiel mobile Anwendungen, Lösungen für E-Business und E-Commerce oder Softwareentwicklung für die Logistikbranche“, erläutert Mager. Die Dortmunder IT-Branche hat sich nach einem leichten Rückgang im Jahr 2010, die Folge der Wirtschaftskrise war, wieder positiv entwickelt. Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage haben 92,9 Prozent der Dortmunder IT-Unternehmen mit gut (60,8 Prozent) oder befriedigend (32,1 Prozent) bewertet.
Die Entwicklung des Umsatzes im Jahr 2012 schätzt mehr als die Hälfte (53,9 Prozent) im Vergleich zu 2011 mit gleichbleibend ein, 35,3 Prozent erwarten sogar ein Umsatzplus. Von den befragten Unternehmen konnten immerhin 27,1 Prozent ihre Beschäftigtenzahl in den vergangenen zwölf Monaten steigern, 62,9 Prozent haben ihre Mitarbeiterzahl gehalten. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2012 erwarten 30,7 Prozent der Dortmunder IT-Unternehmen einen Anstieg der Beschäftigtenzahl, nur 3,6 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Offene Stellen haben derzeit 26,3 Prozent der befragten IT-Unternehmen (25,3 Prozent in 2011, 14,5 Prozent in 2010). Dabei handelt es sich zu 96,3 Prozent um qualifizierte Mitarbeiter. Die Unternehmen verspüren einen stärkeren Fachkräftemangel als noch vor einem Jahr. Insgesamt sehen derzeit 60 Prozent der befragten Unternehmen die gesamte IT-Branche vor einem Fachkräftemangel.
In Hamm und dem Kreis Unna ist die Zahl der IT-Unternehmen innerhalb der letzten Jahre auf eine Rekordmarke von 699 geklettert (davon 200 in Hamm und 499 im Kreis Unna). „Die Entwicklung ist erfreulich. Nach Einschätzung der IT-Unternehmen in Hamm gehen 10,5 Prozent der befragten Unternehmen von steigenden Beschäftigtenzahlen aus. Im Kreis Unna liegt dieser Wert sogar bei 23,2 Prozent. Besonders hervorzuheben ist, dass jedes fünfte IT-Unternehmen im IHK-Bezirk auf den Nachwuchs setzt und selbst ausbildet“.
Die gegenwärtige Geschäftslage bewerten 94,7 Prozent der IT-Unternehmen in Hamm mit 57,3 Prozent als gut und 36,1 Prozent als befriedigend. Die Unternehmen im Kreis Unna schätzen ihre Geschäftslage zu 58,6 Prozent als gut und zu 32,5 Prozent als befriedigend ein.
IT-Nachwuchs:
Stabil zeigt sich der Wert von 4.214 jungen Menschen, die derzeit an den Dortmunder Hochschulen im Bereich der Informationstechnologie studieren. Die IT-Fakultät an der Technischen Universität Dortmund deckt dabei die Forschung und Lehre über die gesamte Bandbreite der Informationstechnik ab. Aber auch die Fachhochschule Dortmund und das IT-Center bilden den IT-Nachwuchs akademisch aus. Letzteres bietet den schnellsten Studiengang Deutschlands.
Eine erfreuliche Tendenz weist auch die Entwicklung im Bereich der dualen Ausbildung auf: „266 junge Menschen haben in diesem Bereich eine Ausbildung im IHK-Bezirk Dortmund aufgenommen (plus 41). Insgesamt sind in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna 697 Auszubildende in diesem Bereich eingetragen (plus 11)“, betont Reinhard Schulz.
Ein Hauptaugenmerk der Aktivitäten der Wirtschaftsförderung im Bereich der IT-Wirtschaft gilt der Nachwuchsförderung und der Hochschul-Absolventenbindung. Im Verbund mit Partnern wird einerseits beim Übergang von Schule zur Hochschule für den Standort geworben, andererseits Studenten aus den MINT-Fächern im Rahmen von Veranstaltungen und Projekten bei Unternehmen in der Region platziert. Nur so können wertvolle Potenziale entwickelt und gehalten werden. „Herauszustellen ist in diesem Zusammenhang der bundesweite IT-Wettbewerb „JOY - Juniors of the year“, bei dem Auszubildende aus der IT-Branche einmal im Jahr die Möglichkeit haben, eigenständig entwickelte Projekte vorzustellen. In 2011 nutzen 70 Unternehmen den Wettbewerb, um ihre Auszubildenden an eigenständiges, projekt- und kundenorientiertes Arbeiten im Team heranzuführen“, so Mager abschließend.